Sensationelle Entdeckung
Neue Tierart im Nord-Osten des Sauerlandes gefunden
 


Hardkäfer                                         Foto: OD.
 

Es war im Mai des Jahres 2009 in einer Kleinststadt am nord-östlichsten Zipfel des Sauerlandes, als einige Techniker - mehr durch Zufall - beim Entsorgen von alten Elektronik-Teilen einen äußerst seltsamen Fund machten.
Es handelte sich um einen kleinen unscheinbaren Käfer, mit silbrig glänzender Rückenpartie, auf der unregelmäßig schwarze Punkte verteilt sind. Er wurde tief verborgen im Inneren von alten Gehäusen unter und in diversen Haltekäfigen aufgefunden. So etwas hatten die erstaunten Techniker bis Dato noch nicht gesehen.

Also brachten sie dieses  kleine scheue Tierchen erst einmal zur Artenbestimmung in ein Entomologisches Institut. Was dann  in der koleopterologischen Abteilung des Instituts zutage trat, war eine riesen Überraschung, die man sich in seinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können. Nach ausführlichen Forschungen und Untersuchungen und einer Reihe von umfangreichen Genanalysen stellten die Wissenschaftler fest, das es sich hierbei um eine ganz neue Tierart handelte, welche noch nie zuvor ein Mensch zu Gesicht bekommen hatte. Aufgrund der extrem robusten und widerstandsfähigen Rückenpanzerung wurde der Käfer mit dem Namen Hardkäfer versehen. Ein wissenschaftlicher Name wurde noch nicht vergeben sodass der Neuling unter der vorläufigen Register-Nummer MPD3084AT geführt wird.
Wieso diese Käferart erst jetzt entdeckt wurde, erscheint ebenfalls sehr rätselhaft, mag auf aber unter Anderen auf ihre Seltenheit zurückzuführen sein.

   

Larven des Hardkäfers                  Foto: OD.

Eine Zugehörigkeit des Tieres zur Familie der Blatthornkäfer lässt sich nicht leugnen. Anhand der Form und Beschaffenheit von Fühlern und Ausscheidungsorganen scheint eine Verwandtschaft zum Melolontha melolontha - welcher ebenfalls an sonnigen Frühlingstagen in den selben Breitengraden teils häufig anzutreffen ist - unverkennbar.
Vermutet wird das die Käfer ein ähnliches Larvenstadium wie ihre Verwandten, von ansatzweise vier Jahren durchlaufen,  um sich anschließend durch Metamorphose in einen vollwertigen Käfer umzuwandeln.
Darauf lässt ein in der Nähe des Tierchens entdeckter Kokon mit Larven schließen, welche vermutlich dem Käfer zuzuordnen sind.

 

Zur Größe der Population sowie dem Verbreitungsgebiet gibt es bislang noch keine genaueren Erkenntnisse. Über die Lebensgewohnheiten und Verhaltensweisen dieser Tiere, speziell die Art der Fortpflanzung, ist so gut wie nichts bekannt. Völlig unklar ist auch wie und wovon sich die Tiere in dieser kargen Umwelt, in der sie leben, ernähren. Um dies alles  zu Ergründen und ausführlichst zu Dokumentieren wurde vom Ministerium f. Forschung u. Wissenschaft ein Spezialistenteam zusammengestellt. Man kann davon ausgehen, das mit großer Sicherheit noch einige Jahre intensiver Forschungsarbeit ins Land gehen werden, um die Lebensweise des Hardkäfers rückhaltlos aufzuklären.
Es lässt sich zur Zeit auf jeden Fall soviel sagen, das es sich bei dieser Entdeckung um einen wahren Glücksfall handelt.                                                                                                                                            [ © 2009 by Onkel]