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Notfallhelfer in Essentho
einsatzbereit
November 2009
18 Notfallhelfer haben
Ausbildung absolviert / klärende Worte des Wehrleiters
Essentho.
Im Marsberger Ortsteil Essentho ist nun eine weitere
Notfallhelfer-Gruppe einsatzbereit. In einem insgesamt 50-stündigen
Lehrgang wurden die 17 Männer und eine Frau gemeinsam mit 32
Notfallhelfern aus den übrigen First-Responder-Gruppen im Stadtgebiet an
den vergangenen Wochenenden in den Räumen des Carolus-Magnus-Gymnasiums
zu Notfallhelfern („First Responder“) ausgebildet. Der Lehrgang stand
unter der Leitung von Carsten Müller, dem ärztlichen Leiter des
Rettungsdienstes des HSK. Als Ausbilder fungierten das Personal der
Rettungswache Marsberg sowie der Leitende Notarzt Dr. Jörg Ising. Der
Lehrgang endete mit einer theoretischen und praktischen
Abschlussprüfung, die alle Teilnehmer erfolgreich bestanden haben.
Die Notfallhelfer werden zukünftig in
den Situationen, in denen der Rettungsdienst nicht schnell genug vor Ort
sein kann oder ein Einsatz der Helfer aus anderen Gründen sinnvoll ist,
zur Unterstützung des Rettungsdienstes angefordert. Sie ergreifen dann
in einem medizinischen Notfall erste Maßnahmen und überbrücken so die
Zeit bis zum Eintreffen von Rettungsdienst oder Notarzt. Die Gruppe
verfügt hierzu über diverse Hilfsmittel wie Defibrillator,
Beatmungsbeutel, Blutzuckermessgerät und vieles mehr. Diese Ausstattung
sowie die Einsatzbekleidung wurden vollständig aus Spenden finanziert.
Unter der Federführung des Fördervereins der Löschgruppe Essentho wurde
hierfür eine Spendenaktion ins Leben gerufen, bei der sowohl die
Volksbank Marsberg, die Sparkasse Paderborn, die ortsansässigen
Unternehmen aber auch viele private Spender beispielsweise bei einer
Sammelaktion am Schützenfestmontag die Gründung der Gruppe finanziell
unterstützten.
Aufgrund teilweise unzutreffender
Ansichten in der Bevölkerung wies der Leiter der Feuerwehr Marsberg,
Stadtbrandinspektor Alfons Kleffner, nochmals darauf hin, dass die
Notfallhelfergruppen im Stadtgebiet organisatorisch völlig eigenständig
seien und nichts mit der Feuerwehr zu tun hätten. Die bestehende Gruppe
in Canstein sei ein eigener Verein, die Gruppen in Helminghausen,
Padberg, Meerhof, Westheim und nun Essentho seien unter dem Dach des
„Vereins zur Förderung der Notfallversorgung Marsberg e.V.“ (VFN)
organisiert. Die Stadt Marsberg und als deren Teil die Feuerwehr
Marsberg sei weder für die Aus- und Fortbildung der Helfer, noch für die
Unterhaltung der Vereine, noch für deren Einsätze verantwortlich. Er
widersprach damit auch missverständlichen Äußerungen in der Lokalpresse,
dass für die Notfallhelfer eigene Räume in Feuerwehrhäusern geschaffen
worden seien. Zwar unterstütze die Stadt Marsberg die
Notfallhelfergruppen dadurch, dass die vorhandenen Räumlichkeiten in den
Gerätehäusern zu Schulungszwecken genutzt werden dürften. Auch würde die
Stadt die Möglichkeit der Alarmierung über die Einsatzleitstelle des HSK
sicherstellen und zum Teil Feuerwehrfahrzeuge für Einsatzfahrten zur
Verfügung stellen. Falsch sei jedoch, dass für Notfallhelfer oder gar
deren Gerätschaften neue Räumlichkeiten erstellt worden seien. Auch sei
von Seiten der Stadt Marsberg nicht geplant, alle Ortsteile mit
Defibrillatoren auszustatten. Dies müsse - wie bisher auch - durch
private Vereine wie zum Beispiel den VFN erfolgen.
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